Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

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Revo
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Revo » 05.09.2018 22:05

BMP hat geschrieben:Du würdest es dir zutrauen gar nichts zu schreiben?


Ich gehe mit gutem Beispiel voran.
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BöllerB
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon BöllerB » 06.09.2018 21:54

Oldenburger79 hat geschrieben:Und noch einmal: Wenn jemand Besuch von Nazis bekommt sollte die Polizei gerufen werden, da hat der Verein nichts mit zu tun.Und auch das gehört sicher nicht an die Öffentlichkeit und hat auch nichts mit der politischen Einstellung des Vereins zu tun.


Das sehe ich vollkommen anders und ich frage mich, ob du die Stellungnahme gänzlich gelesen hast. Wenn nicht, hier noch mal die Passage aus der Stellungnahme bezüglich des thematisierten Vorfalls:


Rechter Überfall und mangelnde Rückendeckung

Nachdem sich eine frühere Fanbeauftragte und langjährige Angehörige des aktiven Kerns unserer Fanszene eine Partie der WM im Fanprojekt angeschaut hatte, erlebte sie beim Betreten ihrer Wohnung eine böse Überraschung. Unbekannte waren in ihre Wohnung eingebrochen, hatten diese verwüstet und die Wände mit Beleidigungen und Hakenkreuzen verunstaltet. Das Spektrum aus dem die Täter kamen dürfte angesichts der Symboliken klar sein. Zudem gab es aus der rechten Szene bereits im Vorfeld Drohungen gegen sie, die wohl eng mit ihrem Engagement als Fanbeauftragte des VfB Oldenburgs im Zusammenhang stehen. Öffentliche Rückendeckung des Vereins wäre an dieser Stelle wünschenswert gewesen. Doch dazu kam es, obwohl ein Statement bereits in Arbeit war, letztendlich nicht. Der Aufsichtsrat hatte sich gegen eine Veröffentlichung gestemmt und Erfolg gehabt. Angesichts eines solchen Verhaltens darf es nicht verwundern, wenn die Bereitschaft sich für den Verein einzubringen immer weiter sinkt. Das Traurige dabei ist, dass die Nichtbeachtung seitens des Vereins uns schon nicht mehr schockiert, sondern eher das herrschende Bild bestätigt hat.



Unabhängig davon, ob die Polizei eingeschaltet wurde oder nicht trägt der VfB Oldenburg meines Erachtens eine gesellschaftliche Verantwortung. Hinzu kommt, dass es sich hier um eine Person handelt, die bis vor kurzem noch eine offizielle Funktion im Verein hatte. Ich persönlich bin sehr enttäuscht darüber, dass sich der VfB Oldenburg weder öffentlich dazu positioniert hat noch weitere Unterstützung für die Betroffene angeboten hat. Vor allem von einem Klaus Berster (der ja lange Zeit in leitender Funktion des Arbeitskreises Sport des Präventionsrates tätig gewesen ist) hätte ich mir da mehr Professionalität erwartet. Der VfB Oldenburg darf und kann sich glücklich schätzen zivilgesellschaftlich engagierte Fans zu haben, die sich deutlich gegen Rassismus positionieren und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass am Marschweg ein angenehmes Klima herrscht. Dafür wurden sie vor drei Jahren auch vom DFB ausgezeichnet. Ein Nicht-Handeln des Vereins ermutigt die Täter*innen dazu, womöglich weiter zu machen bis es den nächsten Vorfall in der Fanszene gibt und sich womöglich das Klima im Stadion verändert. Um dagegen zu wirken bedarf es eines deutlichen und wichtigen Zeichens des Vereins. #wirsindmehr gilt auch für Sportvereine!

Losgelöst davon kann ich die Proteste der Ultras sehr wohl nachvollziehen. Die Art und Weise wie beim „Hearing“ mit den Fans gesprochen wurde und wie patriarchalisch ein Herr Oldmanns aufgetreten ist (auch gegenüber den anderen Abteilungen im Verein), fand ich arrogant und alles andere als wertschätzend. Zusagen, die nicht eingehalten wurden („Die Zweite Mannschaft bleibt erhalten“), fördern auch nicht gerade das Vertrauen. Ein bisschen mehr Transparenz und ehrliche Kommunikation im Vorfeld wäre schön gewesen. Warum der „Runde Tisch“ im Übrigen hier immer als Beispiel für die Einstellung der Kommunikation mit dem Verein genannt wird, ist mir im Übrigen etwas rätselhaft, denn danach gab es sehr wohl noch einen Dialog zwischen Fans und den Vereinsverantwortlichen (z.B. bei den Fan/Verein Treffen). Beim „Runden Tisch“ ging es soweit ich weiß vorrangig um das uneinsichtige Verhalten der Polizei und des Sicherheitsdienstes, weshalb dieser letztlich verlassen wurde. (kann mich da aber auch täuschen, weil ich nicht involviert gewesen bin)

Die Tatsache, dass am Sonntag für das Derby (inkl. Spaziergang vom Fanprojekt zur Alexanderstraße) mobilisiert und der Support nicht gänzlich eingestellt wird, zeigt für mich im Übrigen, dass den Ultras sehr viel am VfB gelegen ist.Theoretisch hätte ja auch gänzlich auf Support verzichtet werden können. Ich kann zwar verstehen, dass sich zur Zeit viele über das Verhalten der Ultras aufregen- was ich weniger nachvollziehen kann ist, dass der Boykott dazu genutzt wird, hier im Forum ein generelles Gebashe gegen die Ultras zu betreiben. Der VfB und auch die älteren Fans unter uns sollten sich glücklich darüber schätzen, dass es noch junge Menschen gibt, die trotz des Eintrittspreises und der beschissenen Atmosphäre am Marschweg zum VfB und beispielsweise nicht woanders hingehen.
#eshatnichtsollenseinverein

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Oldenburger79
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Oldenburger79 » 06.09.2018 22:41

BöllerB hat geschrieben:
Oldenburger79 hat geschrieben:Und noch einmal: Wenn jemand Besuch von Nazis bekommt sollte die Polizei gerufen werden, da hat der Verein nichts mit zu tun.Und auch das gehört sicher nicht an die Öffentlichkeit und hat auch nichts mit der politischen Einstellung des Vereins zu tun.


Das sehe ich vollkommen anders und ich frage mich, ob du die Stellungnahme gänzlich gelesen hast.



Natürlich habe ich sie gelesen. Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung dass die Kritik am Verein da überzogen ist. Keiner weiß warum das Statement zurückgezogen wurde. Hätte der Verein sich positioniert wäre vermutlich eine Diskussion in der NWZ gestartet worden warum denn der VfB plötzlich ein Problem mit Nazis hat. Wenigstens wurden wir davor verschont. Stattdessen wird auf Grund dessen ein Stimmungsboykott veranstaltet.

Ich stimme dir zu dass der VfB eine gesellschaftliche Verantwortung hat. Aber ich sehe nicht dass er da jetzt wegen diesem Vorfall nicht nachkommt. Aber das muß jeder für sich entscheiden.

Natürlich haben die Ultras ihre Gründe. Aber ich weiß nicht warum man jetzt strukturelle Thematiken wie die GmbH, sportliches wie die Zweite Mannschaft und politisches alles miteinander vermischt und daraus einen Boykott bastelt.
Ich glaube dass es alles eher mit einer generellen Ablehnung einer Kapitalgesellschaft zusammenhängt und dass die anderen Gründe nur Beiwerk sind. Denn die Zweite Mannschaft wurde schließlich erst dann abgemeldet als bekannt war wie es wirklich um die Finanzen bestellt ist. Hoffentlich gibt es nicht irgendwann einen Stimmungsboykott wegen der Getränkepreise.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon BMP » 06.09.2018 23:28

Ich denke schon das der Verein zumindest der betreffenden Person Rückhalt geben sollte, soweit das möglich ist. Schließlich war sie in ihrer Funktion das Gesicht des Vereins. Zumal der Verein mit seiner Satzung (s. §2 Vereinszweck, Nr 4) auch gegen rechtes Gedankengut steht. Ein Einbruch in seine Privatsspäre ist alleine schon schlimm genug für eine betroffene Person. Hier wurde zusätzlich von der Person das verkörpert, was viele in unserer Zivilgesellschaft denken und das wurde ihr zum Verhängnis. Stellvertretend für uns alle, die weniger Angriffsfläche zeigen.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon AufstiegVfB » 07.09.2018 08:48

Man sollte immer vorsichtig mit irgendeiner Deutung sein, wenn bei derartigen Vorfällen mit Nazi-Symbolen rumgeschmiert wird!
Irgendwelche böswilligen Menschen könnten durchaus solche Symbole verwenden, um eine falsche Spur zu legen.
Aus meiner Sicht hat der Aufsichtsrat völlig richtig verhalten und den Verein da nicht reinziehen lassen.
WIR K0MMEN WIEDER H0CH!

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Fan_von_Ingo_Lemcke » 07.09.2018 09:04

AufstiegVfB hat geschrieben:Man sollte immer vorsichtig mit irgendeiner Deutung sein, wenn bei derartigen Vorfällen mit Nazi-Symbolen rumgeschmiert wird!
Irgendwelche böswilligen Menschen könnten durchaus solche Symbole verwenden, um eine falsche Spur zu legen.
Aus meiner Sicht hat der Aufsichtsrat völlig richtig verhalten und den Verein da nicht reinziehen lassen.


Ja genau und Fussball und Politik haben nichts miteinander zu tun,das hast du sicher noch vergessen zu erwähnen oder?...
Mit Verlaub gesagt, so n Dummgelabber a la Seehofer kann ich bald echt nicht mehr hören... :omg:

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ewigfan
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon ewigfan » 07.09.2018 10:43

Oldenburger79 hat geschrieben:
BöllerB hat geschrieben:
Oldenburger79 hat geschrieben:Und noch einmal: Wenn jemand Besuch von Nazis bekommt sollte die Polizei gerufen werden, da hat der Verein nichts mit zu tun.Und auch das gehört sicher nicht an die Öffentlichkeit und hat auch nichts mit der politischen Einstellung des Vereins zu tun.


Das sehe ich vollkommen anders und ich frage mich, ob du die Stellungnahme gänzlich gelesen hast.



Natürlich habe ich sie gelesen. Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung dass die Kritik am Verein da überzogen ist. Keiner weiß warum das Statement zurückgezogen wurde. Hätte der Verein sich positioniert wäre vermutlich eine Diskussion in der NWZ gestartet worden warum denn der VfB plötzlich ein Problem mit Nazis hat. Wenigstens wurden wir davor verschont. Stattdessen wird auf Grund dessen ein Stimmungsboykott veranstaltet.

Ich stimme dir zu dass der VfB eine gesellschaftliche Verantwortung hat. Aber ich sehe nicht dass er da jetzt wegen diesem Vorfall nicht nachkommt. Aber das muß jeder für sich entscheiden.

Natürlich haben die Ultras ihre Gründe. Aber ich weiß nicht warum man jetzt strukturelle Thematiken wie die GmbH, sportliches wie die Zweite Mannschaft und politisches alles miteinander vermischt und daraus einen Boykott bastelt.
Ich glaube dass es alles eher mit einer generellen Ablehnung einer Kapitalgesellschaft zusammenhängt und dass die anderen Gründe nur Beiwerk sind. Denn die Zweite Mannschaft wurde schließlich erst dann abgemeldet als bekannt war wie es wirklich um die Finanzen bestellt ist. Hoffentlich gibt es nicht irgendwann einen Stimmungsboykott wegen der Getränkepreise.

Jetzt schreibst Du baren Unsinn! "Hätte der Verein sich positioniert wäre vermutlich eine Diskussion in der NWZ gestartet worden warum denn der VfB plötzlich ein Problem mit Nazis hat. Wenigstens wurden wir davor verschont." Diese Sätze sind eines erwachsenen Bürgers in einer Demokratie absolut unwürdig! Im Umkehrschluss heißt das, wenn ich Unrecht sehe und wahrnehme mache ich die Augen zu, halte den Mund und hoffe, dass das Unrecht nur Dritte trifft? Das kann nicht wirklich Deine Einstellung sein? Dir ist schon bewusst, wozu solche Haltungen führen. Wegsehen ist sehr nahe an der Mittäterschaft. Ich hatte bis dato nicht den Eindruck, dass Du zu dieser Fraktion gehörst.
ewig währt am längsten!

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon ewigfan » 07.09.2018 10:48

Vermutlich kommt hier demnächst noch die Aussage, dass die Fanbetreuung die "Mutter aller Probleme" in diesem Verein ist? Habt ihr sie noch alle? Verbrechen dieser Art gehören polizeilich verfolgt und nicht totgeschwiegen. Wenn jemand in Zusammenhang mit der Ausübung einer gesellschaftlichen Aufgabe, die ich sehr respektiere, zur Zielscheibe von Verbrechen wird ist es eine Frage des Anstandes, dass der Nutznießer dieses Engagements sich klar positioniert. Für mich klar, anscheinend nicht für jeden?
ewig währt am längsten!

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Marsipulami » 07.09.2018 11:28

Toleranz verlangen und selbst diese Toleranz nicht leben scheint in diesem Forum zum Standard zu gehören ; um welches Thema wird hier eigentlich Diskutiert ?

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jayjay
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon jayjay » 07.09.2018 11:29

ewigfan hat geschrieben:Vermutlich kommt hier demnächst noch die Aussage, dass die Fanbetreuung die "Mutter aller Probleme" in diesem Verein ist? Habt ihr sie noch alle? Verbrechen dieser Art gehören polizeilich verfolgt und nicht totgeschwiegen. Wenn jemand in Zusammenhang mit der Ausübung einer gesellschaftlichen Aufgabe, die ich sehr respektiere, zur Zielscheibe von Verbrechen wird ist es eine Frage des Anstandes, dass der Nutznießer dieses Engagements sich klar positioniert. Für mich klar, anscheinend nicht für jeden?

Ewigfan
Danke für diesen Kommentar. Da bin ich absolut deiner Meinung.
Danke, Ray!

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Dino
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Dino » 07.09.2018 11:44

ewigfan hat geschrieben:Wenn jemand in Zusammenhang mit der Ausübung einer gesellschaftlichen Aufgabe, die ich sehr respektiere, zur Zielscheibe von Verbrechen wird ist es eine Frage des Anstandes, dass der Nutznießer dieses Engagements sich klar positioniert. Für mich klar, anscheinend nicht für jeden?

Dem stimme ich 100%ig zu.
Dieses Thema sozusagen "in einem Aufwasch" mit Aspekten der Kritik an der Ausgliederung und an der Kommunikation von Seiten des Vorstands zu thematisieren, halte ich allerdings für unglücklich.
„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
(Albert Camus)

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon PiR » 07.09.2018 14:14

Dino hat geschrieben:
ewigfan hat geschrieben:Wenn jemand in Zusammenhang mit der Ausübung einer gesellschaftlichen Aufgabe, die ich sehr respektiere, zur Zielscheibe von Verbrechen wird ist es eine Frage des Anstandes, dass der Nutznießer dieses Engagements sich klar positioniert. Für mich klar, anscheinend nicht für jeden?

Dem stimme ich 100%ig zu.
Dieses Thema sozusagen "in einem Aufwasch" mit Aspekten der Kritik an der Ausgliederung und an der Kommunikation von Seiten des Vorstands zu thematisieren, halte ich allerdings für unglücklich.


Es ist unglücklich, weil offensichtlich das Bild entsteht (oder bereits entstanden ist), dass sich die Kritik gegen die Ausgliederung als solche richtet. Das ist allerdings nicht der Fall. Viele sehen die Ausgliederung als wichtigen und richtigen Schritt. Das Problem oder die Probleme beziehen sich auf die Kommunikation mit einigen handelnden Personen im Verein. Der oben angesprochene Punkt gehört da eben dazu, weil sich eine Person, die ehrenamtlich viel Zeit für den Verein investiert hat, durch mangelnde Kommunikation im Stich gelassen gefühlt hat. Um den Verein 90 Minuten (und länger) supporten zu können, muss man sich halt auch mitgenommen und als wichtigen Teil des Vereins wahrgenommen fühlen. Ob man die einzelnen Punkte jetzt vermischen muss oder nicht, muss jede/r für sich selbst entscheiden. Warum die angesprochenen Punkte jetzt aber so banalisiert und von Oldenburger79 mit einer Diskussion über Getränkepreise gleichgesetzt werden, erschließt sich mir nicht. Besonders schön ist der Teil, den Leuten etwas zu unterstellen, ohne jemals mit einer Person aus diesem Kreis ein Gespräch geführt zu haben.

@Böller und ewigfan: D'accord!

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Dino
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Dino » 07.09.2018 22:44

Ich denke, dass es wichtig ist, eine offensichtlich gestörte Kommunikation wieder in Gang zu bringen. Ich bin auch sehr dafür, dass Kritik, Bedenken, ein Sich-Nicht-Ernst-Genommen-Fühlens eines zumindest wesentlichen Teils der Fanszene des VfB alsbald ausgeräumt werden (können).
Ich kann beide Seiten des Konflikts durchaus verstehen (glaube das zumindest) und hoffe, dass sie bald wieder zueinander finden.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Oldenburger79 » 07.09.2018 23:54

ewigfan hat geschrieben:Jetzt schreibst Du baren Unsinn! "Hätte der Verein sich positioniert wäre vermutlich eine Diskussion in der NWZ gestartet worden warum denn der VfB plötzlich ein Problem mit Nazis hat. Wenigstens wurden wir davor verschont." Diese Sätze sind eines erwachsenen Bürgers in einer Demokratie absolut unwürdig! Im Umkehrschluss heißt das, wenn ich Unrecht sehe und wahrnehme mache ich die Augen zu, halte den Mund und hoffe, dass das Unrecht nur Dritte trifft? Das kann nicht wirklich Deine Einstellung sein? Dir ist schon bewusst, wozu solche Haltungen führen. Wegsehen ist sehr nahe an der Mittäterschaft. Ich hatte bis dato nicht den Eindruck, dass Du zu dieser Fraktion gehörst.


Das ist doch auch Blödsinn!
Mich stört es einfach dass Vorgänge wie die GmbH mit anderen Sachen vermischt als Kritik geäußert werden. Ist schon klar dass das kaum anders möglich ist, wirkt so aber dennoch unglücklich.
Das jemand irgendwo einbricht und die Wohnung beschmiert und einer Person droht geht für mich trotzdem überhaupt nicht und gehört dementsprechend hart bestraft. Ganz klar.

ewigfan hat geschrieben:Diese Sätze sind eines erwachsenen Bürgers in einer Demokratie absolut unwürdig! Im Umkehrschluss heißt das, wenn ich Unrecht sehe und wahrnehme mache ich die Augen zu, halte den Mund und hoffe, dass das Unrecht nur Dritte trifft? Das kann nicht wirklich Deine Einstellung sein?

Dir ist schon klar dass das ironisch gemeint war, weil die Presse sich doch sowieso alles so dreht wie sie es sich wünscht und dem Verein negativ auslegt? Ich bin bestimmt der Letzte der sich irgendwo wegducken würde wenn in meinen Augen Unrecht geschieht. So viel dazu.

ewigfan hat geschrieben:Wegsehen ist sehr nahe an der Mittäterschaft. Ich hatte bis dato nicht den Eindruck, dass Du zu dieser Fraktion gehörst.

Bin ich ja auch nicht. Aber ich hab kein Problem damit auf der einen Seite Nazis für ihre Taten zu verachten, aber trotzdem zu versuchen Verständnis für das Verhalten des Vereins zu finden. Klingt paradox, funktioniert aber dennoch. :)

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Oldenburger79 » 07.09.2018 23:56

ewigfan hat geschrieben: Verbrechen dieser Art gehören polizeilich verfolgt und nicht totgeschwiegen.


Natürlich! Hundertprozentig!

ewigfan hat geschrieben: Wenn jemand in Zusammenhang mit der Ausübung einer gesellschaftlichen Aufgabe, die ich sehr respektiere, zur Zielscheibe von Verbrechen wird ist es eine Frage des Anstandes, dass der Nutznießer dieses Engagements sich klar positioniert.


Im Besten Falle schon. Wenn es nicht so ist, warum nicht? Vielleicht nachfragen.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Oldenburger79 » 08.09.2018 00:01

PiR hat geschrieben:Um den Verein 90 Minuten (und länger) supporten zu können, muss man sich halt auch mitgenommen und als wichtigen Teil des Vereins wahrgenommen fühlen.


Was den Punkt anbetrifft verstehe ich euch vollkommen. Alles andere wird sich hoffentlich regeln.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Godzilla77 » 08.09.2018 01:18

Danke Ewigfan und Dino. Trifft es auf den Punkt.
Es ist schon erbärmlich das jemand die sich jahrelang für den VfB in die Bresche wirft, und auch gesamtgesellschaftlich absolut vorbildlich unterwegs ist, in einer solchen Situation vom VfB im Stich gelassen wird. Der Verein - und damit meine ich nicht die Mitglieder sondern die Funktionäre - erweist sich in diesem Fall erneut als völlig unsensibel. Da kann ich (als VfB Mitglied) selbst einem Klaus Berster nur zurufen: Habt ihr eigentlich noch halbwegs alle Tassen im Schrank?
...ceterum censeo BSV SW Rehdinem esse delendam.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 08.09.2018 08:47

Soccer_Scientist hat geschrieben:
foley_artist hat geschrieben:Letztendlich kann das CD als Gruppe den Support einstellen. Welche Gründe auch immer dafür ausschlaggebend sind, es ist deren Gruppeneintscheidung.
Sollte man vielleicht einfach mal akzeptieren.
Und wenn wer anderes Stimmung machen möchte soll er es tun.


So einfach ist das nicht und das weißt du auch. Wenn am Ende schlechte Presse und somit ein Schaden für den Verein entsteht, sollte man sich hinterfragen, ob man mit der Kritik den richtigen Weg gegangen ist.

Huch, mensch socci. Das ist 1. ein totschlagargument und macht 2. den bock zum gärtner oder wie das heisst. Die vereinsverantwortlichen hatten im vorfeld alle möglichkeiten, diese eskalation zu verhindern. Wenn das cd schon sagt "ausgliederung erstmal nicht strikt dagegen, sondern erstmal diskutieren und bedenken in der umsetzung ansprechen" dann ist das eine sehr konstruktive herangehensweise. Dass die handelnden dann 1,2 lippenbekenntnisse abgeben und die sache stur und ohne kompromisse durchziehen, lässt den fragestellern nicht viel spielraum zur gegenreaktion. Ich bin positiv überrascht, dass sie sich nicht gleich abgewendet haben, sondern weiterhin auf gesprächsbereitschaft setzen. Insofern finde ich es erschütternd, hier den protestlern vereinsschädigendes verhalten vorzuwerfen.

Der socci, den ich kenne, hätte sich solcher praktiken nicht bedient, ich bin perplex :|
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Soccer_Scientist » 08.09.2018 10:03

der neue cody hat geschrieben:Wenn das cd schon sagt "ausgliederung erstmal nicht strikt dagegen, sondern erstmal diskutieren und bedenken in der umsetzung ansprechen" dann ist das eine sehr konstruktive herangehensweise.


Nicht das CD, sondern die Vereinsmitglieder sind bei der Ausgliederung zu infomieren. Ich hätte jeden Vorstand zur Verantwortung gezogen, der die Gestaltung der Zukunft unseres Vereins, Menschen überlassen hätte, die nicht Mitglieder dieses Vereins sind. Das ist den Vereinsmitgliedern überhaupt nicht zu vermitteln.

Wenn man seine Vorstellungen innerhalb einer demokratischen Abstimmung nicht durchbekommt, bedeutet es übrigens nicht, dass man nicht angehört wurde.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 08.09.2018 11:51

Soccer_Scientist hat geschrieben:
der neue cody hat geschrieben:Wenn das cd schon sagt "ausgliederung erstmal nicht strikt dagegen, sondern erstmal diskutieren und bedenken in der umsetzung ansprechen" dann ist das eine sehr konstruktive herangehensweise.


Nicht das CD, sondern die Vereinsmitglieder sind bei der Ausgliederung zu infomieren. Ich hätte jeden Vorstand zur Verantwortung gezogen, der die Gestaltung der Zukunft unseres Vereins, Menschen überlassen hätte, die nicht Mitglieder dieses Vereins sind. Das ist den Vereinsmitgliedern überhaupt nicht zu vermitteln.

Wenn man seine Vorstellungen innerhalb einer demokratischen Abstimmung nicht durchbekommt, bedeutet es übrigens nicht, dass man nicht angehört wurde.

ja, das kann man so sehen und auch so durchführen, nach dem motto "der vorstand ist nicht dazu da, die fans zu bespaßen, sondern entscheidungen zu treffen". da stimme ich dir zu. muß man nicht so machen, aber kann man. dann muß man aber eben auch mit den konsequenzen leben und ganz offen sagen "die anliegen der fans haben für uns keine priorität".
wenn man sich für diese verfahrenweise entscheidet und eben fangruppen nicht ins boot holt - von denen manche manche vereinsmitglieder sein mögen, manche nicht - dann braucht man sich nicht wundern, wenn diese enttäuscht sind und ihrer enttäuschung ausdruck verleihen. das ist dann legitim und damit muß der verein samt vorstand dann leben. wenn man das dann als vereinsschädigend abwürgen möchte, zeugt von einem irritierenden verständnis davon, was ok ist und was nicht. das ist nämlich ein ganz normaler und vorhersehbarer vorgang.
Zuletzt geändert von der neue cody am 08.09.2018 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
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