FIFA

Andere Vereine, andere Ligen, andere Fans

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Johann Ohneland
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Re: FIFA

Beitragvon Johann Ohneland » 11.01.2017 14:20

Versteh ich schon, wobei man in dem Fall das Sechzehntelfinale weglassen und gleich ins Achtelfinale gehen könnte. Aber dann wäre es zumindest ein nachvollziehbarer und fairer Modus. Wenn du Pech hast, denken die sich nämlich sowas wie bei den Aufstiegsrunden zur Regionalliga aus, wenn da nur drei Mannschaften teilnehmen, in dem der weitere Gruppenspielplan vom Ergebnis des ersten Gruppenspiel abhängig gemacht wird, was ja letztendlich für Fans bedeutet würde, dass sie bis ein paar Tage vor dem Spiel nicht wissen, wo und wann ihre Mannschaft spielt.
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Re: FIFA

Beitragvon Soccer_Scientist » 11.01.2017 14:27

Johann Ohneland hat geschrieben:Versteh ich schon, wobei man in dem Fall das Sechzehntelfinale weglassen und gleich ins Achtelfinale gehen könnte.


Dann bist du immer noch bei 8 Spielen.

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1 x Viertelfinale
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Re: FIFA

Beitragvon Johann Ohneland » 11.01.2017 14:54

Völlig richtig, aber man spart sich zumindest im Gesamtturnier 16 K.O.-Spiele. Haste zwar weiterhin mehr Spiele insgesamt, aber es wäre zumindest ein nachvollziehbarer Modus. Aber das ist ja auch nur eine theoretische Debatte. Vielleicht sollte man sich die Gruppenphase einfach gleich sparen und das Ganze als reinen Pokal austragen. Dann wären auch ohne Probleme 64 Mannschaften möglich.
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Re: FIFA

Beitragvon Dino » 11.01.2017 16:36

Feuerlein hat geschrieben:
Ggaribaldi hat geschrieben:Demnach sind die größten Sportliegen der Welt (NFL, NHL, NBA, MLB) kein Sport, weil es keinen Auf- und Abstieg gibt?


richtig, reine randsportarten bzw -ligen^^

Dass es kein sportliches Auf und Ab in diesen Ligen gibt, dass die Zugehörigkeit im Grunde nach ausschließlich wirtschaftlichen Kriterien erfolgt, dass Mannschaften (von Vereinen möchte ich da schon eher nicht sprechen) ohne Weiteres von einer Stadt in eine ganz andere umgesetzt werden (etwa von New Orleans nach Salt Lake City), das alles halte ich in der Tat für massive Abweichungen von elementaren Prinzipien des Sports.
Aber dieser ist in den USA nun einmal anders organisiert als bei uns. Der Unterbau für die Profiliegen ist in erster Linie der College-Sport.

Das ganze hat allerdings mit der Frage der Verwässerung der Fußball-WM wenig zu tun. Aber wenn es dem einen oder anderen hilft Recht zu haben, bitte ...
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Re: FIFA

Beitragvon James » 19.01.2017 13:09

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Re: FIFA

Beitragvon Lyrico » 19.01.2017 13:27

Naja wenn man neuen Ideen offen gegenüber ist muss ich sagen das das shoot out (wie penalty beim Eishockey) eine durchaus nette Alternative zum Elfmeter wäre.

Die Idee der nettoSpielzeit klingt zwar nett aber wie soll das laufen? Wie beim Basketball ? Ich weiß nicht. Die Idee das sekundengenau bei einer Flanke oder Schuß das Spiel zuende ist gefällt mir persönlich nicht. Da finde ich den Ermessensspielraum die Chance noch bis zum Erfolg oder halt Misserfolg laufen zu lassen besser. Aber wenn man sowas einführen will kann man gerne dafür sorgen das jede Unterbrechung wegen Verletzungen/Behandlungen 1zu1 an die Spielzeit angeknüpft wird. Dann würde es auch keine Zeitschinderei mehr geben.

Zeitstrafen stehe ich generell offen gegenüber da es direkt das laufende Spiel betrifft. So wiegen Taktische Fouls durchaus schwerer wenn man dadurch für 5 -10 min ein Mann weniger ist als ne gelbe Karte die erst 4 Spiele Später abgesessen wird.

Das irgendwelche Ranglisten als Entscheidung für ein Weiterkommen hergeholt werden könnte gefällt mir nicht. Es sollte sich schon auf dem Platz entscheiden .

Abseits abschaffen!? Komplett nicht aber die passive Abseitsregel sorgt ja immer für Spielräume die zu Diskussionen führen da es kaum eine klare Linie in der Auslegung gibt. Evtl sollte das Abseits mal überarbeitet werden aber komplett abschaffen!?
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Re: FIFA

Beitragvon Dino » 19.01.2017 15:01

Das sind im Wesentlichen unausgegorene Vorschläge, um die Folgen der sportlich widersinnigen Ausweitung der WM irgendwie in den Griff zu kriegen. Ob man unentschieden ausgegangene Spiele nun durch Elfmeter oder ein Shoot-out entscheidet, ist nicht von Bedeutung. Dass bei nur 3 Gruppenspielen pro Vorrunden-Gruppe das Probleme aufkommen dürfte, dass die zwei Mannschaften des letzten Gruppenspiels sich zu Lasten der dritten Mannschaft auf ein Unentschieden "einigen", soll nun durch so eine Notlösung beseitigt werden.
Mein Vorschlag: Macht doch gleich Shoot-out oder Elfmeterschießen und spart Euch die vermutlich langweiligen 90 oder 120 Minuten Spielzeit, die mit Werbung und Cheerleadern wirtschaftlicher viel attraktiver gestaltet werden können.

Unbedingt sollte man noch Zeitstrafen einführen. 2 Minuten, 5 Minuten, 15 Minuten usw. Zu gelben und roten Karten noch grüne, blaue, schwarze usw. Das macht ein Spiel erst bunt.

Netto-Zeit, eine klasse Idee. Endlich mal was für neue Streitigkeiten und Proteste. Zeitnehmer machen schließlich auch Fehler. Aber immer gut, wenn man Probleme "löst", die gar nicht existieren.

Ein Abschaffen der Abseitsregel ignoriert die gesamte Entwicklung des Fußballs, die aus guten Gründen zur derzeitigen Abseitsregel geführt hat. Das führt zu noch mehr defensivem Schisserfußball.

Die Regelinterpretation des "passiven Abseits" habe ich dagegen schon immer als beliebig und viel zu interpretierbar angesehen. Sie hängt an Bewertungen, denen keine wirklich eindeutigen Kriterien zugrunde liegen. Bloß Schuss damit!
Zuletzt geändert von Dino am 19.01.2017 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: FIFA

Beitragvon Soccer_Scientist » 19.01.2017 15:13

Jetzt habt ihr Dino in Rage gebracht. Das habt ihr nun davon.
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Re: FIFA

Beitragvon Lyrico » 19.01.2017 15:50

:D

Wir werden damit leben müssen, dass es immer wieder mal Veränderungen gibt. Rückpassregelung, 3 Punkte, Abseits, golden goal, silver goal, Relegation usw.
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Re: FIFA

Beitragvon Ggaribaldi » 19.01.2017 22:50

Man merkt dem Forum an, dass Dschungelcamp wieder läuft
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Re: FIFA

Beitragvon Johann Ohneland » 20.01.2017 01:16

Ggaribaldi hat geschrieben:Man merkt dem Forum an, dass Dschungelcamp wieder läuft

:lol:
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Re: FIFA

Beitragvon Dino » 24.01.2017 20:11

Was ist das ja weitgehend inszenierte Dschungelcamp schon gegen den Dschungel FIFA mit seinen Raubtieren und Giftschlangen?

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die FIFA trotz des Abgangs von Sepp Corruptus und einiger Konsorten noch lange nicht "aus dem Gröbsten raus" ist.
Da sind noch genügend Verfahren in den USA und in der Schweiz am Laufen, da werden noch einige Herrschaften darauf kommen, dass sie als Kronzeugen vielleicht besser davonkommen als durch Befolgung des Gesetzes der Omerta. Da wird noch viel Dreck an die Oberfläche kommen, und so mancher "Saubermann" der Nach-Blatter-Zeit" dann für alle sichtbar voll in diesem Dreck stehen.

Zudem könnte ich mir vorstellen, dass sich die jetzt schon deutlich erkennbaren Konflikte zwischen den Vereinen des professionellen (Spitzen-)Fußballs und der FIFA (der UEFA, dem DFB usw.) noch deutlich verschärfen werden. Wer das die letzten 7 - 8 Jahre lang systematisch verfolgt hat, weiß. dass sich da Interessengegensätze massiv verschärft haben. Die Seite der Vereine des Spitzenfußballs hat in diesem Zeitraum ihre organisatorischen Strukturen und ihre kommunikative Abstimmung massiv ausgebaut. Es ist inzwischen ganz und gar nicht mehr jenseits der Vorstellungskraft, dass sie bei gegebenem Anlass den Streit (dessen Grundsätzlichkeit schon jetzt offensichtlich ist) eskalieren werden. Und Anlässe liefern die großen Fußballverbände derzeit ja so ungefähr halbjährlich mit zunehmender Tendenz.

Die Grundsätzlichkeit des Konflikts zwischen den großen Fußballverbänden und den großen Vereinen des Profifußballs betrifft Verteilungsstreitigkeiten um zwei Dinge, natürlich um Geld sowie, damit direkt verbunden, die Ressource Top-Spieler. Wer soll/darf zum eigenen wirtschaftlichen Nutzen die Ressource Spieler (mehr / am meisten / in welchem Umfang) ausbeuten? Darum geht es. Die körperlichen Möglichkeiten für das Performen von Top-Fußball sind (allen optimierten Trainingsmethoden und aller optimierten Ernährung, Physiotherapie und Medizin zum Trotz) begrenzt und schon weitgehend ausgereizt (von spezifischem und systematischem Doping abgesehen; aber wer weiß?).

Man wird auch mit noch so viel hochstilisiertem Event-Charakter von CL, EM, WM usw. das (direkt oder und vor allem indirekt) zahlende Publikum nicht auf Dauer darüber hinwegtäuschen können, dass zu viele und zu lange Wettbewerbe massive Qualitätseinbußen bewirken, von einem Abstumpfungseffekt beim zahlenden Publikum einmal ganz abgesehen.
Nur so by the way: Da sind die verschiedenen Profi-Sportarten in den USA deutlich klüger (geschäftlich gesehen). Die begrenzen das Angebot und halten Qualität, Preise und Publikumsinteresse hoch.
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