Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

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OLburger
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon OLburger » 26.11.2019 19:05

Toni Tore hat geschrieben:Stichwort Maskottchen

Ich habe mich immer zu den Hardcoregegnern von Maskottchen beim Fußball gezählt. Sie waren für mich ein (wenn nicht das) Symbol einer schauerlichen Eventisierung unseres Fußballsports. In diesem Jahr habe ich meine Meinung dazu allerdings (etwas) geändert. Und das kam so: Ich war letzte Rückrunde beim Drittligaspiel Fortuna Köln gegen FSV Zwickau im Kölner Südstadion. Das Südstadion ist so ein wenig wie der Marschweg in klein. Laufbahn um den Platz, eine überdachte kleine Haupttribüne mit Sitzplätzen, sonst alles unüberdachte Stehplätze, Heimblock an der Mittellinie, Gästeblock hinter einem der Tore. Ich wollte da immer schon mal hin. Aber es war wirklich nichts Besonderes. Kaum was los, kaum Stimmung, und nicht mal einen Fanshop am oder im Stadion. Ich fühlte mich sogar kurz bei dem mir sonst völlig fernen Gedanken ertappt: Am Marschweg ist es doch eigentlich ganz nett! :oops: Und dann rannte da zur Krönung auch noch ständig so ein dämliches Maskottchen rum. Ein Panda oder Fuchs oder Bär oder was weiß ich. Dazu gab's nur labberiges Kölsch. Und aus diesem Gemisch an negativen Eindrücken entstand dann auch meine ausbaufähige Stimmungslage. Es war halt alles so semi.

Doch dann hab ich mir mal genauer das Wirken des Maskottchens angesehen. Dieses Vieh machte (zum Glück!) nicht ständig die Welle vor jedem Block und versuchte auch nicht andauernd, die Leute zu animieren. Es war einfach da, winkte fröhlich auf die Tribüne und: Es war ein absoluter Kindermagnet! 90 Minuten lang war dieses Plüschtier - egal, wo genau im Stadion es sich gerade aufhielt - von einer riesigen Traube an Kindern umringt. Fotos wurden gemacht, es wurde abgeklatscht oder einfach zusammen gespielt. Die Kinder hatten dabei alle Fortuna-Trikots an, trugen Fortuna-Mützen oder Fortuna Schals. Und während ich das so sah, wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass so ein Maskottchen den Kindern als Identifikationsfigur und Brücke zum Verein dienen kann. Wir beklagen in Oldenburg zu Recht, dass wir zwei Generationen an Fans verloren haben, dass unser Stadion nicht einladend genug ist oder dass wir zu wenig Vereinsleben samt diverser Jugendmannschaften haben, um die Menschen überhaupt wieder mit dem Verein in Berührung kommen zu lassen. Aber dann dürfen wir uns solchen Überlegungen hin zu einem Maskottchen auch nicht gänzlich verschließen, finde ich. Denn ein solches Plüschtier bietet die Möglichkeit, Kinder auf den Verein aufmerksam zu machen und den VfB für sie positiv darzustellen. So ein Maskottchen hat auch einen Wiedererkennungswert. Wenn das nachmittags über den Kramermarkt oder den Lambertimarkt läuft, dann kriegen die Kinder das schon mit. Und wenn es im Stadion präsent ist, dann macht es einen Stadionbesuch damit auch für Familien attraktiver. Deshalb sehe ich die ganze Maskottchenfrage auf unsere Situation bezogen mittlerweile etwas anders als früher.

Natürlich müsste dieser Plüschfiffi etwas mit Oldenburg und/oder dem VfB zu tun haben. Es könnte ein Grünkohl sein (wobei da die Farbe wahrscheinlich nicht passt) oder ein Pferd (Kranich, Donnerhall) oder ein Geist (von Donnerschwee) oder eine Zitrone oder was weiß ich. Da könnte man schon was machen. Es braucht nur Identifikation und Nachhaltigkeit. Meine zukünftigen Kinder zumindest würde ich im Stadion mit so einem Maskottchen spielen lassen, während ich viel Geld für Eintritt, Bier und Bratwurst ausgebe.


Ich habe gerade die Version eines Graf Anton Günter-Maskottchen im Kopf. So einer wie auf den modernen Kramermarkt-Plakaten!
Aber dein Gedanke mit dem Maskottchen finde ich gut!
Nur weil es den meisten „Harcore-Fans“ nicht passt, heißt es nicht, das Kinder es nicht wollen.
Vielleicht kann man auch eine blau-weiße Hüpfburg vor die Haupttribüne stellen?! (In Form des Nordwest-Stadions?!)
Meine Kinder (4 & 7) hält es keine 90 Minuten oder länger auf den Sitzen, da wäre es super eine andere Beschäftigung für sie zu haben!
Becher sammeln wirft ja mittlerweile auch nichts mehr ab!
Ich persönlich weiß nämlich nicht mehr, wie ich meine Kinder ins Stadion locken kann! (Wenn die Kinder absolute Fußball-Fanatiker sind, mag das noch klappen, aber sonnst...)
Das Thema „Kinder“ wäre zumindest schon mal ein Hebel. Man lockt die Kinder, damit verbunden auch wieder die Väter! (Ja, bestimmt auch die Mütter, der Prozentsatz ist bloß deutlich geringer)!

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon ZweiteLiagaVFB » 26.11.2019 20:20

Man kann ja den Oldenburger Lappi vom Lappan als Maskottchen nehmen. Das wäre ne Verbindung zu Oldenburg
Den HSV Lappan Graupen würde es auch gefallen. :lol:

Wichtig ist, das der VfB mal drei vier Jahre in ruhigen Gewässer fährt ohne nahende Insolvenz und andere negativen auffälligkeiten etc pp.

Natürlich müssen einige Punkte auch nebenbei abgearbeitet werden, die hier auch schon genannt worden sind
Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Muddi meist nur saugen kann

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DjMars
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon DjMars » 01.12.2019 18:14

Der VfB Oldenburg und seine Identität, das ist wahrlich eine Gretchenfrage. Denn der VfB muss sich stets fragen, was ihn von Vereinen wie dem VfL, dem FC Ohmstede oder auch dem Krusenbuscher SV unterscheidet. Ist es der Umstand, dass der VfB schlichtweg der Verein ist, der in Oldenburg am höchstklassigsten spielt? Vielleicht. Dabei handelt es sich aber um einen Unterschied, der immer dann herausgefordert wird, wenn sich der VfL in Regionalliga verirrt.

Dabei erinnere ich mich aber auch an eine Situation, die ich bis heute als einen neuralgischen Punkt begreife: In der Relegation 2007/2008 fehlte nicht viel und der Nachbar aus Bürgerfelde hätte in die Regionalliga gespielt und wir in der Oberliga. Wäre dem so gewesen, hätte es sich wohl auf Jahre hinaus mit dem VfB als Nummer Eins der Stadt erledigt und die Sympathien hätten sich in die Alexanderstraße verflüchtigt. Die großen Erfolge der Vergangenheit wären Schall und Rauch gewesen. Dementsprechend taugen auch die Tradition des Vereins und die nur kurzfristige Zugehörigkeit zur zweiten Liga nur bedingt als Identifikationsmerkmal.

An dieser Stelle sei ein Blick nach Freiburg erlaubt: Dort war einst der Freiburger FC einst die große Nummer, heute fristet der Verein neben dem SC Freiburg lediglich ein Schattendasein. An dieser Stelle sei auch daran erinnert, dass die Zeiten unbedingter Loyalität gegenüber Parteien, Gewerkschaften, Arbeitgebern oder eben auch Vereinen vorüber sind. Nachdem also die herausgehobene Stellung und die Vergangenheit nur bedingt als Identifikationsmerkmal taugen, kann es für mich nur eine Antwort auf die Frage geben, was den VfB von anderen Vereinen unterscheidet: Es sind die Menschen, die den Verein ausmachen.

Dazu zählen Erfolgsfans, die nur dann ankommen, wenn die Sonne scheint und der Gegner attraktiv ist. Dazu zählen die Spieler, die aber häufiger wechseln als die SPD ihre Führungsmannschaft, sodass hier nur wenig Identifikation möglich. Auch sind die Funktionäre, die viel Kraft, Zeit und Leidenschaft in den Verein investieren, ein elementarer Teil des Vereins. Deren Einsatz, der größtenteils ehrenamtlich erfolgt, ist aller Ehren wert. Diese handelnden Personen gibt es aber auch beim SV Ofenerdiek, dem BW Bümmerstede oder auch dem VfL. Dabei sei auch erwähnt, dass auch bei der Besetzung wichtiger Ämter beim nichts so beständig wie der Wandel ist. Also scheiden auch die Funktionäre als identitätsstiftender Faktor aus.

Übrig bleiben also die Fans des VfB Oldenburgs, die sich teilweise ebenfalls mit viel Kraft, Zeit und Leidenschaft den Belangen des Vereins widmen. Diese aber werden insbesondere in jüngster Vergangenheit von der Vereinsführung mit Füßen getreten. Während die Aktionen der Fans noch vor wenigen Jahren immerhin vom Verein goutriert und marketingtechnisch verwurstet wurden, wird der Einsatz vieler Fans heute, euphemistisch ausgedrückt, argwöhnisch beäugt. Allerdings wird hier scheinbar auch zwischen "guten" und "schlechten" Fans unterschieden, sodass man auch von einem Keil zwischen den Fans reden muss.

Während es in der Vergangenheit immer eine kritische Distanz zwischen Vereinsführung gegeben hat, ist diese spätestens seit dem vergangenem Jahr institutionalisiert. Die Gräben sind tiefer als der Marianengraben und so beständig wie die Feindschaft zwischen den USA und dem Iran. Ein Interesse daran etwas zu ändern ist offenbar nicht vorhanden. Insbesondere im Zuge des Prozesses, der nicht als Ausgliederung bezeichnet werden darf, zeigte sich eine hässliche Fratze, die nur so vor Arroganz und Verachtung sprudelte. Nachdem über die Jahre hinweg die fehlenden Highlights wie Aufstiegen oder DFB-Pokal-Teilnahmen an der emotionalen Bindung zum Verein knabberte, wirkte das letzte Jahr wie eine Brandbeschleuniger in der Entfremdung vom VfB Oldenburg.

Jahrelang bin ich zu jedem Heimspiel gepilgert und bin dem Verein auch auf die letzten Sportplätze hinterhergereist. Damit ist es vorbei, sodass der Besuch des heutigen Spiels der erste seit einigen Wochen gewesen ist. Warum ich das getan habe, weiß ich jedoch nicht. Eine emotionale Bindung habe ich jedenfalls nicht gespürt. Eher fühlte ich mich an die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR erinnert. Das Abspielen der Vereinslieder wirkt deplatziert ich habe immer das Gefühl, dass vom großen VfB Oldenburg nur die Hülle übrig geblieben und das Innere längst verwest ist.
Aber es geht nicht nur mir so, denn von vielen Leuten höre ich, dass sie eigentlich nur noch zum VfB gehen um sich mit Freunden zu treffen und Bierchen zu trinken. Von diesen Freunden sind jedoch immer weniger im Stadion anzutreffen. Eine Ursache dürfte auch sein, wenn berechtigte Fragen zum Gebaren der Vereinsoberen mit Schweigen oder abschätzigen Bemerkungen begegnet wird. Das Gefühl zu diesem Verein zu gehören entwickelt sich so jedenfalls nicht.

Als Folge dieses Prozesses bin ich persönlich bereits zum Ende des vergangenen Jahres aus dem Verein ausgetreten. Ein Schritt, der mir keineswegs leicht gefallen ist. Allerdings ist es für mich schlichtweg sinnlos, wenn Mitbestimmung und Interesse an der Ausrichtung des Vereins als lästiges Übel empfunden werden. Die Vorgänge um die nicht erwünschte Kritik an der Jakkolo-Abteilung und die nicht erfolgten Offenlegung der Bilanz der GmbH gegenüber den Mehrheitseignern, den Mitgliedern des e.V., bestätigen diesen Eindruck. Ausschlaggebend für meinen Austritt waren aber nicht rationale Überlegungen, sondern Selbstschutz.

Denn wenn immer ich in dieser Zeit an den VfB dachte oder irgendwas mitbekommen habe, musste ich mich aufregen. Die Aussicht, das sich dies zeitnah ändern würde, gab es seinerzeit und bis heute nicht. Dementsprechend sah ich mich zum Schutz meiner geistigen Gesundheit vom VfB trennen. Es gab Zeiten in denen der VfB mein Leben bereichert hat, zu dieser Zeit war er eher eine Last. Zusammengefasst kann man also festhalten, dass die Identifikation mit dem Verein derzeit nur auf Sparflamme köchelt.
Der schwache Zuschauerzuspruch trotz einer sportlich ordentlichen Saison und der fast ausbleibende Support zeigen, dass ich mit meinem Empfinden offenbar nicht alleine dastehe. Abgestimmt wird halt mit den Füßen. Ob sich die nochmal ändert? Ich hoffe es, allein der Glaube daran fehlt mir. Aber auch wenn Genosse Honnecker es nicht wahrhaben wollte, auch die DDR war irgendwann mal Geschichte. Vielleicht wird ja der VfB auch mal ein moderner Verein, in dem autoritäres Gebaren der Vergangenheit angehört.
Es wäre besser an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsorte für die Elenden zu vermehren

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AufstiegVfB
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon AufstiegVfB » 01.12.2019 19:12

Dieser lange, mit offensichtlichem Sachverstand formulierte, Diskussionsbeitrag liest sich kurzweilig. Viel Neues findet sich nicht.
Ich bin gespannt, ob ihm hier widersprochen wird.
WIR K0MMEN WIEDER H0CH!

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon ewigfan » 01.12.2019 19:42

Von mir wird sicher nicht widersprochen, außer, dass ich es nicht lassen will und kann! Es gibt nur einen Verein!!!
ewig währt am längsten!

!!! E G A L !!! A N G R I E P E N !!!

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Dino
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Dino » 01.12.2019 20:06

Widerspruch? Bitte sehr:
Man muss bei einem Verein, in dem sehr viel und auch Entscheidendes über ehrenamtliche Funktionsträger läuft, damit rechnen, dass das nicht immer gut klappt, und dass manches Stückwerk bleibt, weil die Verweildauer in den Funktionen eher begrenzt ist.
Deshalb war es richtig, wichtig und nach Lage der Dinge überfällig, dass der Spielbetrieb der Ersten mit allen seinen wirtschaftlichen Komponenten in eine Kapitalgesellschaft ausgelagert und damit auch gesetzlich geregelten kaufmännischen Bedingungen unterworfen wurde.
Das negativ zu werten bedeutet die Realität zu verkennen. Damit ist nicht unbedingt gesagt, dass die dabei maßgeblichen Personen und deren Art der Kommunikation jenseits jedweder Kritik stehen.

Aus dem Verein auszutreten, weil es einem gerade nicht passt, wie der sich gerade nach Innen und/oder Außen darstellt, halte ich für wenig sinnvoll und hilfreich. Auf diese Weise macht man sich selbst zur Randfigur, selbst wenn man mach einiger Zeit zurückkommt.
Dass in letzter Zeit von „Oben“ so einiges in einer schon beschämenden Weise negativ gegenüber uns Fans gehandhabt wurde, will ich dabei keineswegs schönreden oder abstreiten.
„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
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DjMars
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon DjMars » 01.12.2019 21:05

Dino hat geschrieben:Widerspruch? Bitte sehr:
Man muss bei einem Verein, in dem sehr viel und auch Entscheidendes über ehrenamtliche Funktionsträger läuft, damit rechnen, dass das nicht immer gut klappt, und dass manches Stückwerk bleibt, weil die Verweildauer in den Funktionen eher begrenzt ist.
Deshalb war es richtig, wichtig und nach Lage der Dinge überfällig, dass der Spielbetrieb der Ersten mit allen seinen wirtschaftlichen Komponenten in eine Kapitalgesellschaft ausgelagert und damit auch gesetzlich geregelten kaufmännischen Bedingungen unterworfen wurde.
Das negativ zu werten bedeutet die Realität zu verkennen. Damit ist nicht unbedingt gesagt, dass die dabei maßgeblichen Personen und deren Art der Kommunikation jenseits jedweder Kritik stehen.


An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass es den meisten Beteligten nicht um die Verhinderung der Ausgliederung ging. Die Beweggründe für den Schritt sind nachvollziehbar. Das Problem war und ist die Art und Weise. Bis heute gibt es Zweifel, ob die Durchführung rechtlich wasserdicht ist. Zudem sind bestimmte Fragen noch immer ungeklärt. Die (kommerzielle) Nutzung der Markenrechte durch die GmbH ist meines Wissens immer noch nicht geregelt. Inwiefern die 50+1-Regelung festgeschrieben ist für den Fall, dass diese DFL/DFB-Regelung fällt, weiß ich auch nicht. Problematisch finde ich zudem, dass einzelne Beteiligte einerseits Anteilseigner an der GmbH sind und andererseits als Aufsichtsratsmitglied über die e.V.-Anteile wachen - hier sehe ich großes Potenzial für einen Interessenskonflikt.

Dino hat geschrieben: Aus dem Verein auszutreten, weil es einem gerade nicht passt, wie der sich gerade nach Innen und/oder Außen darstellt, halte ich für wenig sinnvoll und hilfreich. Auf diese Weise macht man sich selbst zur Randfigur, selbst wenn man mach einiger Zeit zurückkommt.
Dass in letzter Zeit von „Oben“ so einiges in einer schon beschämenden Weise negativ gegenüber uns Fans gehandhabt wurde, will ich dabei keineswegs schönreden oder abstreiten.


Nach den Berichten, die ich von der Delegiertenversammlung gehört habe, sehe ich mich in meinem Schritt bestätigt. Es ist ja schon seit Jahren so, dass Transparenz beim VfB ein selten gelebtes Gut ist. Daher ist es kein "es passt gerade nicht".
Es wäre besser an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsorte für die Elenden zu vermehren

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Dino
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Dino » 01.12.2019 21:51

Mir ging es um die Frage der Überführung der wirtschaftlichen Belange der Ersten in die GmbH. Zu Details dazu kann ich nicht so viel sagen. Der Sache nach sehe ich es als richtig und Angesichts der ansonsten mehr als drohenden Insolvenz auch als mehr als nur geboten an.

Zur Frage einer (Aufkündigung der) Mitgliedschaft:
Da sollte/darf/muss jeder für sich seine Entscheidung treffen. Das respektiere ich auch dann, wenn ich anderer Meinung bin.
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Blaue Elise » 21.12.2019 23:07

Ist das jetzt "nur" ein Trailer für die Rückrunde, oder kommt da noch was Größeres ?
https://www.facebook.com/vfb1897/videos/999173573793987/
Die haben mich als Aushilfe eingestellt, ich bin da die kleinste Nummer und Heinz Wäscher guckt mich mit dem Arsch nicht an! (Peter Schlönzke)

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Zonny » 22.12.2019 10:11

Angeblich kommt da was größeres.

Aber die Personen wollen nichts verraten

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Kane » 22.12.2019 10:30

Endlich die 2014 angekündigte Bombe! :mrgreen:
Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gerne behalten.

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Zonny » 22.12.2019 12:02

Hatte wohl eine lange Lunte :lol:

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Fan_von_Ingo_Lemcke » 22.12.2019 12:05

Kane hat geschrieben:Endlich die 2014 angekündigte Bombe! :mrgreen:


is denn schon 16 uhr?

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Frank aus Oldb » 22.12.2019 12:26

...Auf diese Weise macht man sich selbst zur Randfigur...

:lol:
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon Johann Ohneland » 22.12.2019 12:47

Kane hat geschrieben:Endlich die 2014 angekündigte Bombe! :mrgreen:

Ist das auch schon wieder so lange her?
"And then we entered the Age of Enlightenment, where reason finally ruled over superstition."
"Then what happened?"
"Genocide, mostly." ---> http://existentialcomics.com/

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon BMP » 22.12.2019 13:41

Es gibt Bomben, die werden erst nach Jahrzehnten entschärft und da ist man froh, dass die nicht hochgegangen sind.

Könnte man bitte die letzten Posts der Kettensäge zum Opfer fallen lassen? Dieser Thread ist viel zu wichtig, um ihn zuzumüllen.
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon MrLocke » 22.12.2019 14:34

Blaue Elise hat geschrieben:Ist das jetzt "nur" ein Trailer für die Rückrunde, oder kommt da noch was Größeres ?
https://www.facebook.com/vfb1897/videos/999173573793987/



Man war doch dabei einen Imagefilm zu drehen, es war auch ein Kamerateam bei einem Heimspiel der aktuellen Saison vor/ auf der Gegengrade und hat u.a. Aufnahmen von den Supportern gemacht.

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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon ZweiteLiagaVFB » 22.12.2019 22:23

Im Februar wird das neue Donnerschweer Stadion vorgestellt. Aber das ist wohl nur ein Traum. :(
Hoffentlich wieder ein toller Imagefilm wie der letzte. Den fand ich gut.
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Re: Diskussionsthread über die "Marke" VfB und dazugehörige Identifikationsmomente

Beitragvon BöllerB » 23.12.2019 00:26

BMP hat geschrieben:Dieser Thread ist viel zu wichtig, um ihn zuzumüllen.


Dem kann ich mich anschließen. Vielleicht nutzt die eine oder andere Person ja noch die Winterpause um seine/ihre Gedanken zum Thema zu formulieren.
#eshatnichtsollenseinverein


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