Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

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Soccer_Scientist
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Soccer_Scientist » 28.08.2018 12:17

der neue cody hat geschrieben:das glaube ich eben nicht. ich denke, sprehe hätte die gmbh "gerettet" und im gegenzug die kontrolle (=mehr als 50% der anteile) gefordet

Warum hätte sich der Verein darauf einlassen sollen? Eine Insolvenz der GmbH wäre weitaus vorteilhafter und genau dafür wäre die GmbH gegründet worden.
wenn nun ohne so eine absicherung ausgegliedert wird und das als oldenburger weg verkauft wird, ohne daß da wirklich etwas hintersteckt, dann ist das so. da werden ich und die anderen paar hanseln, die da mit etwas weitsicht rangehen letztlich nichts erreichen.


Wie ist denn der momentane Stand bei der Ausgliederung und Digitalisierung von Wattenscheid 01001?
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon foley_artist » 28.08.2018 12:42

Lyrico hat geschrieben:Es wäre schön wenn nicht 3 Personen sondern eine 3/4Mehrheit aller Mitglieder des Stammvereines über einen eventuellen Verkauf von mehr als 49% zustimmen müssten.

Und sowas kann man ja als Antrag auf einer Delegiertenversammlung eingereicht werden.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Feuerlein » 28.08.2018 14:14

der neue cody hat geschrieben:
Bei dieser Lösung behält der Verein mindestens 51% der Gesellschaftsanteile und vermietet gegen Gebühr die Namens-, Logo- und Marketingrechte des bezahlten Fußballs.

ok ndas ja erstmal gut. was aber unklar ist: ist 51% lediglich eine absichtserklärung? das wäre nicht genug und eine veräußerung der mehrheit meiner ansicht nach nur eine frage der zeit. oder wurde das irgendwie als klausel festgeschrieben, sodaß es in zukunt nicht mehr geändert werden kann?

Die in der GmbH erzielten Gewinne stehen in Zukunft zu 51% dem Verein zu. Verluste hätte die GmbH zu tragen. Damit steuert der Verein auf eine lastenfreie Zukunft zu.

ich nehme an, das bezieht sich immer auf den saldo eine ganzen geschäftsjahres? von wann bis wann geht dieses jahr?
und was passiert, wenn im ersten geschäftsjahr ein minus von 100.000 gemacht wird, im zweiten ein plus von 100.000? wird dann dieses plus komplett in der gmbh gelassen, um auf null zu kommen? oder gehen (bis zu) 49% direkt an die teilhaber und die gmbh steht dann effektiv bei minus 49.000 eur?


die 51% stehen im gesellschaftervertrag und sind keine absichtserklärung (so jedenfalls gestern gesagt). wenn das geändert werden soll (mal unabhängig von der noch geltenden regelung bzgl der 50+1 regelung) müsste die dv bzw mv des e.V. seine zustimmung erteilen
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Dino » 28.08.2018 14:51

Nehen wir mal dieses Beispiel:
Das erste Geschäftsjahr beginnt bei Null und endet mit einem Jahresfehlbetrag von € 100.000, die dann zugleich den Bilanzverlust dieses Geschäftsjahres ausmachen. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Das folgende Geschäftsjahr startet somit mit einem Verlustvortrag von € 100.000.
Wird jetzt ein Jahresüberschuss von € 100.000 erzielt, ergibt sich ein Bilanzgewinn/-verlust von genau Null. Eine Gewinnausschüttung könnte somit nicht stattfinden.
Würde im dritten Geschäftsjahr wieder ein Jahresüberschuss erzielt, so wäre der zugleich ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn. Man könnte diesen aber auch (ganz oder teilweise) in der GmbH belassen und ihn dort als Gewinnvortrag in das nächste Geschäftsjahr mitnehmen.

Ausschüttungsfähiger Gewinn ist ausschliesslich immer der Bilanzgewinn, nicht der Jahresüberschuss.
Auch in Jahren, die mit einem Jahresfehlbetrag abschliessen, kann ein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn zustandekommen (z. B. Gewinnvortrag aus Vorjahren € 50.000, Jahresfehlbetrag € 10.000, Bilanzgewinn € 40.000.).
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 28.08.2018 15:12

Danke für die erklärung dino
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 28.08.2018 15:23

Feuerlein hat geschrieben:
die 51% stehen im gesellschaftervertrag und sind keine absichtserklärung (so jedenfalls gestern gesagt). wenn das geändert werden soll (mal unabhängig von der noch geltenden regelung bzgl der 50+1 regelung) müsste die dv bzw mv des e.V. seine zustimmung erteilen

gut, wenn es einfach überstimmt werden kann (gar mit einfacher mehrheit), dann ist es nicht mehr als eine absichtserklärung und praktisch wertlos. und dabei von einem oldenburger weg zu schwafeln und zu behaupten, es sei ja gar keine richtige ausgliederung, das ist dann augenwischerei. aber wir drehen uns im kreis. es ist wohl an der zeit einzusehen, daß wir (bzw. ihr) den VfB über kurz oder lang verloren haben.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Soccer_Scientist » 28.08.2018 15:31

Hat Putin seine Trollarmeen geschickt?
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Feuerlein » 28.08.2018 15:42

der neue cody hat geschrieben:
Feuerlein hat geschrieben:
die 51% stehen im gesellschaftervertrag und sind keine absichtserklärung (so jedenfalls gestern gesagt). wenn das geändert werden soll (mal unabhängig von der noch geltenden regelung bzgl der 50+1 regelung) müsste die dv bzw mv des e.V. seine zustimmung erteilen

gut, wenn es einfach überstimmt werden kann (gar mit einfacher mehrheit), dann ist es nicht mehr als eine absichtserklärung und praktisch wertlos. und dabei von einem oldenburger weg zu schwafeln und zu behaupten, es sei ja gar keine richtige ausgliederung, das ist dann augenwischerei. aber wir drehen uns im kreis. es ist wohl an der zeit einzusehen, daß wir (bzw. ihr) den VfB über kurz oder lang verloren haben.


hä? die delegierten müssen dem zustimmen, sollte dies mal beantragt werden (wie gesagt, ich lasse das noch geltende recht der 50+a mal außen vor, solange das gilt könnte sich ja eh nichts ändern). und die delegierten bestehen aus den mitgliedern (bzw werden von diesen gewählt). natürlich, wenn diese so einem antrag zustimmen würden, gut dann wäre das vll so.

es ist doch in jedem verein so, wenn was geändert werden soll, werden die mitglieder bzw delegierten gefragt. wir sind da keine ausnahme. ich verstehe nun nicht, wieso man deswegen auf kurz oder lang den verein verloren hat. im endeffekt ist gestern doch nur von den mitgliedern legitimiert worden, was kp 80? 90? % der vereine der ligen 1, 2, 3 und vll sogar 4 (zumindest die mit ambitionen) gemacht haben, die profimannschaft auszugliedern.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Ralvfb » 28.08.2018 15:58

Feuerlein hat geschrieben:es ist wohl an der zeit einzusehen, daß wir (bzw. ihr) den VfB über kurz oder lang verloren haben.


Wir hätten den Verein in drei Wochen verloren, wenn gestern nicht dafür gestimmt worden wäre.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Dino » 28.08.2018 16:25

Hinsichtlich der 51%-Regelung wären zwei Fragen relevant:
Kann der Gesellschaftsvertrag mit einfacher Mehrheit geändert werden oder nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 67% oder 75%?
Welche Mehrheit der Delegiertenversammlung könnte beschliessen, dass der Verein von der 51%-Regelung abgeht und seinen Anteil verringert (Sei es durch den Verkauf eigener Anteile oder durch eine Kapitalerhöhung über die Ausgabe weiterer Gesellschaftsanteile, die von Dritten gezeichnet würden.).
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Sascha12 » 28.08.2018 16:36

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 28.08.2018 16:49

Soccer_Scientist hat geschrieben:
der neue cody hat geschrieben:das glaube ich eben nicht. ich denke, sprehe hätte die gmbh "gerettet" und im gegenzug die kontrolle (=mehr als 50% der anteile) gefordet

Warum hätte sich der Verein darauf einlassen sollen? Eine Insolvenz der GmbH wäre weitaus vorteilhafter und genau dafür wäre die GmbH gegründet worden.

wenn deine einschätzung ist, daß das beim VfB nicht passieren wird, dann kann ich das nicht ändern. fakt ist, daß es möglich ist. jeddeloh (wenn ich das richtig lese), augsburg, 1860 und ich weiß nicht wer noch sind ja jetzt schon weniger als 50% in händen des stammvereins. und wenn 50+1 dann fällt, sind diese gmbhs eben komplett fremdgesteuert.
ich verstehe nicht so ganz, was du denn gegen eine festschreibung von 50+1 beim stammverein hast (oder wahlweise eine extrem hohe abstimmungshrde, fall eine fixierung anders nicht möglich ist). ich gehe mal davon aus, daß auch du gegen einen kontrollverlust wärst.

was also wäre dein bedenken bei einer solchen fixierung?
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Ralvfb » 28.08.2018 16:53

Dino hat geschrieben:Hinsichtlich der 51%-Regelung wären zwei Fragen relevant:
Kann der Gesellschaftsvertrag mit einfacher Mehrheit geändert werden oder nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 67% oder 75%?
Welche Mehrheit der Delegiertenversammlung könnte beschliessen, dass der Verein von der 51%-Regelung abgeht und seinen Anteil verringert (Sei es durch den Verkauf eigener Anteile oder durch eine Kapitalerhöhung über die Ausgabe weiterer Gesellschaftsanteile, die von Dritten gezeichnet würden.).


Den Gesellschaftervertrag hat außer Vorstand, AR, GF der GmbH und Gesellschaftern noch niemand gesehen.

Als bereits existierende Gesellschafter (27,5% der 49% zu veräußernden Anteile) wurden in anderer Runde einmal HG Oltmanns, Hoppmann und der Steuerberater mit vermutlich je mindestens 5% genannt; neue Gesellschafter sollen nach Aussage gestern mind. 100.000€ einbringen, also 5% oder mehr kaufen. Ich habe aus verlässlicher Quelle gehört, dass weitere Investoren das gestrige Votum abwarten wollten und nun ebenfalls kaufen.

Die Delegiertenversammlung hat gestern zudem nicht entschieden, sondern explizit "ratifiziert", und der Vorstand hat unmißverständlich deutlich gemacht, dass es nicht um die Entscheidung, sondern um das "Gefühl des Mitnehmens" geht. Somit ist auch egal, ob es 2/3, 3/4 oder was auch immer für Mehrheiten für oder gegen eine Entscheidung der Anteilsveräußerungen sind. Nach aktueller Auffassung des Vorstands wird die Zustimmung der Delegierten nicht benötigt werden, sondern sie sollen nur "mitgenommen" werden. Gegründet wurde ohne Abstimmung im Frühjahr.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass gestern alle Beteiligten das Interesse hatten, den VfB weiter am Leben zu erhalten. Berster sagte, der "Patient" VfB habe die Intensivstation verlassen und liege nun unter 24h-Beobachtung. Ohne Ausgliederung wäre er tot. Sie haben gerettet und wollten retten. Wenn irgendwann mal andere Leute am Ruder sind, können sie es versauen - so wie in der Vergangenheit auch. Sie können z. B. den Vorstand unterwandern, sofern nicht im Gesellschaftervertrag ausgeschlossen wird, dass Gesellschafter Vorstand werden oder anders herum.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Reg » 28.08.2018 17:25

Feuerlein hat geschrieben:hä? die delegierten müssen dem zustimmen, sollte dies mal beantragt werden (wie gesagt, ich lasse das noch geltende recht der 50+a mal außen vor, solange das gilt könnte sich ja eh nichts ändern). und die delegierten bestehen aus den mitgliedern (bzw werden von diesen gewählt). natürlich, wenn diese so einem antrag zustimmen würden, gut dann wäre das vll so.

Die Delegierten bestehen nur zum einen Teil aus den von den Mitgliedern gewählten "Abgesandten" (bei einem Schlüssel von einem Delegierten pro 25 Mitgliedern), zum anderen eben zu einem nicht kleinen Teil aus Vereinsoffiziellen, wobei deren Anzahl durch einen beliebig vergrößerbaren erweiterten Vorstand sogar noch quasi unbegrenzt ist. Könnte irgendwann mal unangenehm werden.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Soccer_Scientist » 28.08.2018 17:34

der neue cody hat geschrieben:Fakt ist, daß es möglich ist. jeddeloh (wenn ich das richtig lese), augsburg, 1860 und ich weiß nicht wer noch sind ja jetzt schon weniger als 50% in händen des stammvereins.

Bitte? Für alle diese Vereine gilt die 50+1 Regelung.
ich verstehe nicht so ganz, was du denn gegen eine festschreibung von 50+1 beim stammverein hast (oder wahlweise eine extrem hohe abstimmungshrde, fall eine fixierung anders nicht möglich ist). ich gehe mal davon aus, daß auch du gegen einen kontrollverlust wärst.

was also wäre dein bedenken bei einer solchen fixierung?


Ich habe Bedenken, dass ein zukünftiger Vorstand mehr als 49% verkauft. Wenn das jedoch irgendwann der erklärte Wille der Vereinsmitglieder ist, würde mir mein Demokratieverständnis verbieten, dieser zukünftigen Entscheidung aufgrund meiner gegenwärtigen Meinung Hürden in den Weg zu legen. Welches Recht habe ich dazu? Dazu kommt, dass mir die Fantasie fehlt, warum eine Mitgliederversammlung freiwillig die Kontrolle über die 1. Herren aufgeben sollte. Das wird in diesem Verein, in dem kritisches Zerlabern und Bedenkenträgerei einen verschwenderisch hohen Stellenwert einnehmen, nicht passieren. Nicht so lange ich lebe. Wir haben ausreichend Instrumente in der Hand, uns die Mehrheit nicht wegnehmen zu lassen. Wir müssen es nur wollen. Wenn wir es nicht wollen, haben wir selber Schuld.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 28.08.2018 17:56

Soccer_Scientist hat geschrieben:
der neue cody hat geschrieben:Fakt ist, daß es möglich ist. jeddeloh (wenn ich das richtig lese), augsburg, 1860 und ich weiß nicht wer noch sind ja jetzt schon weniger als 50% in händen des stammvereins.

Bitte? Für alle diese Vereine gilt die 50+1 Regelung.

ja, die 50+1-regel gilt. das heißt, die stimmgewalt des stammvereins wird künstlich aufgebockt. noch. die tatsächliche besitzverteilung sieht bereits jetzt anders aus. und sobald 50+1 fällt, liegen dieses gmbhs komplett in der gewalt der teilhaber.

Soccer_Scientist hat geschrieben:
Ich habe Bedenken, dass ein zukünftiger Vorstand mehr als 49% verkauft. Wenn das jedoch irgendwann der erklärte Wille der Vereinsmitglieder ist, würde mir mein Demokratieverständnis verbieten, dieser zukünftigen Entscheidung aufgrund meiner gegenwärtigen Meinung Hürden in den Weg zu legen. Welches Recht habe ich dazu?

das kann ich nachvollziehen, sehe ich jedoch komplett entgegengesetzt. ich denke, wir haben nicht das recht, sondern die moralische pflicht, die fortbestehende kontrolle des stammvereins über die erste mannschaft zu gewährleisten. um schlecht durchdachte und kurzsichtige entscheidungen zukünftiger entscheidungsträger zu verhindern. um zu verhindern, daß jemand mit luftschlössern ankommt, und mitgliedern (oder delegierten) den kopf verdreht. um zu verhindern, daß kein schlingel mit bösen absichten leute in mitgliederversammlung oder gremien einschleust und sich so den "verein" unter den nagel reißt.

ich hatte diese argumentation ja schon dahingehend erklärt, daß es eben nicht nur einfache gesetzgebung gibt, sondern zusätzliche absicherungsinstrumente. klar kann man sagen, der vergleich hinkt, es ist ja nur zur veranschaulichung.

und natürlich mußt du dem in keiner weise zustimmen. es wäre jedoch schön, wenn diese position als solche ernstgenommen würde und - was wir ja jetzt endlich erreicht haben - auf inhaltlicher ebene diskutiert würde.
Zuletzt geändert von der neue cody am 28.08.2018 17:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon radieschen » 28.08.2018 17:56

So. Ich hab' meine Popcorntüte leer.
Hier wird gerade so getan als ob alles im Leben Bestand hat...
Es gibt einige, die bereits geschieden sind. Is nu mal so.
Da war der Ansatz vorher auch anders.
Ich gehe zunächst erst einmal davon aus,dass die Ehe VfB/ GmbH auf absehbare
Zeit hält und Fußball angeschaut wird.
Wer nach allen Seiten offen ist,
muß nicht ganz dicht sein!

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon Soccer_Scientist » 28.08.2018 18:05

der neue cody hat geschrieben:ich denke, wir haben nicht das recht, sondern die moralische pflicht, die fortbestehende kontrolle des stammvereins über die erste mannschaft zu gewährleisten. um schlecht durchdachte und kurzsichtige entscheidungen zukünftiger entscheidungsträger zu verhindern. um zu verhindern, daß jemand mit luftschlössern ankommt, und mitgliedern (oder delegierten) den kopf verdreht. um zu verhindern, daß kein schlingel mit bösen absichten leute in mitgliederversammlung oder gremien einschleust und sich so den "verein" unter den nagel reißt.


Du hältst deine Meinung heute für so richtig und wahr, dass du sie anderen Leuten in der Zukunft aufzwingen willst, um sie vor ihren eigenen Entscheidungen zu bewahren? Das ist ein sehr totalitärer Ansatz, in den du dich da gerade verrennst, neuer Cody.
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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon PiR » 28.08.2018 18:19

Gehen wir mal davon aus, die GmbH wirtschaftet gut und es fallen Bilanzgewinne an. Diese fallen dann dem eV und den Gesellschaftern zu, oder? Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die 1. Herren möglichst erfolgreich sein soll, benötigt dies ja finanzielle Mittel und ggfs. auch Ansparungen für größere Investitionen. Wie funktioniert das aber, wenn die die Bilanzgewinne zurückgeführt werden?

Sprich: Wir machen in Jahr 1 50.000 Minus. In Jahr 2 verkaufen wir einen Spieler für 500.000€. Dann hätten wir einen Bilanzgewinn von 450.000€, oder? Wer entscheidet jetzt, ob das beispielsweise als Gewinnvortrag in der GmbH belassen wird oder nicht? Das Geld wäre ja (zumindest zum Großteil) dafür gedacht, es in die Mannschaft zu investieren, um sich zu verbessern und nicht an den eV oder die Gesellschafter auszubezahlen. Und wenn diese Gewinne immer in die Mannschaft bzw. die GmbH fließen, wie wird sichergestellt, dass auch eV und Gesellschaft Geld bekommen?

Ich muss gestehen, so ganz verstanden habe ich das noch nicht.

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Re: Mehr Sicherheit für den VfB Oldenburg - Leistungsfußball soll in Kapitalgesellschaft übertragen werden

Beitragvon der neue cody » 28.08.2018 18:24

Soccer_Scientist hat geschrieben:
Du hältst deine Meinung heute für so richtig und wahr, dass du sie anderen Leuten in der Zukunft aufzwingen willst, um sie vor ihren eigenen Entscheidungen zu bewahren? Das ist ein sehr totalitärer Ansatz.

sicherzustellen, daß der stammverein (in dem ja die mitglieder repräsentiert sind) die kontrolle über "sich selbst" inklusive der fußball gmbh behält, ist gerade das gegenteil eines totalitären ansatzes.
sondern das urprinzip demokratischen ausdrucks. und wenn das jetzt nicht gewährleistet wird, dann öffnen wir die tür für eine zukunft des vereins (bzw. der leistungsmannschaften), die von demokratie nicht weiter entfernt sein könnte. deshalb muß ich dir da vehement widersprechen.
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